17.04.2018
Jahrestag des Kriegsendes in Düsseldorf

Gedenken an die Aktion Rheinland und das Kriegsende 1945

Zur Erinnerung an den 73. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Kriegsendes in Düsseldorf im April 1945 haben der Polizeipräsident Düsseldorf Norbert Wesseler und der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf Thomas Geisel, am Montag, 16. April, an der Gedenkstätte, Anton-Betz-Straße, Kränze niedergelegt und den Männern der "Aktion Rheinland" gedacht, die sich mutig den Nazi-Herrschern widersetzten und dafür ihr Leben lassen mussten.
11.04.2018
Bücherverbrennung 1933 in Düsseldorf – Gedenken – Kommentar

Damals haben Bücher gebrannt – heute schweigen wir zu viel - Kommentar

Heute werden keine Bücher mehr verbrannt. Können wir uns also zurücklehnen? Nein. Es ist eine Mahnung, und wenn heute in der Tonhalle an die Bücherverbrennung in Düsseldorf vor 85 Jahren gedacht wird, ist das eine Notwendigkeit. Es gibt kein „Wir haben es ja nicht gewusst“ … Heute werden Stimmen immer lauter von einer „konservativen Revolution“, von „konservativen Wertekommissionen“, die zurück wollen zu Frau am Herd, zu „Mann, Frau mit Kind sind die einzigen Familien“.... Es beginnt ungeniert und offen eine Rückwärts-Wendung zu einem Familienbild der 50er Jahre, weg von einer freien, offenen, pluralen Gesellschaft von heute. Jens Spahn (CDU), Söder, Seehofer (CSU) sind nur die Beispiele für eine rückwärtsgewandte Einstellung, Haltung, die vieles aus der Zeit ´33 bis ´45 wieder aufnimmt, um von der großenteils rechtsextremen AfD Wähler zu gewinnen. Akademiker_innen unterschreiben eine quasi fremdenfeindliche „Erklärung 2018“. Und rechtskonservative Burschenschaften sind wieder im Aufwind. Identitäre können mit ihrer staatsfeindlichen Ideologie, die verdächtig nahe am Nazi-Geschwätz ist, ungeniert ein Haus in Halle mieten.
26.03.2018
Wohnraum-Schutzsatzung gescheitert – Kommentar und Bericht

Schutzsatzung für Wohnungen vom Tisch - CDU und FDP nehmen Wohnungsnot in Kauf, Kommentar

Gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum durch zeitweise Vermietung oder absichtlichen Leerstand kann die Stadt jetzt nicht vorgehen. CDU und FDP lehnten im Rat diese Wohnraumschutzsatzung ab. „Es ist unfassbar wie CDU und FDP die Situation auf dem Wohnungsmarkt in Düsseldorf verklären“, ärgert sich der Grüne Fraktionssprecher Norbert Czerwinski. „Wir haben erwiesener Maßen einen großen Druck auf dem Wohnungsmarkt in Düsseldorf. Durch zahlreiche Umnutzungen von Wohnraum zu Ferienappartements und durch spekulativen Leerstand zur Gewinnmaximierung spitzt sich die Situation weiter zu“, so Czerwinski. Und SPD-Ratsherr und Wohnungspolitischer Sprecher Mathias Herz bedauert ausdrücklich, dass die FDP der zunächst gemeinsam erarbeiteten Fassung der Satzung nicht zustimmte. Auch das Nein der CDU sei unter diesen Voraussetzungen nicht nachvollziehbar.
18.03.2018
SPD diskutierte zur Erneuerung auf Parteitag

SPD nimmt Erneuerung ernst und setzt Zeichen: Änderung von Hartz IV und gegen „Schwarze Null“

Bei der SPD kann künftig jede Genossin, jeder Genosse mit bestimmen, wenn es auf Parteitagen um politische Beschlüsse geht. Zumindest in Düsseldorf. Bei einem Parteitag am Samstag zwischen 10 und 16 Uhr meldeten sich ohnehin schon nicht nur die 171 Delegierten der Ortsvereine oder der Parteivorstand zu Wort: Jedes SPD Mitglied konnte sich an den Diskussionen um die Anträge zur „Erneuerung“ beteiligen. Mit den Beschlüssen in der Heinrich-Heine Gesamtschule reagierte die Düsseldorfer SPD auf die GroKo, die Kritik an ihr, und zog Lehren aus den Wahlergebnissen des vorigen Jahres. So forderte der Parteitag eine klare Änderung bei Hartz IV, eine intensive Diskussion um die Zukunft der Arbeit (Stichwort Digitalisierung), ein Zuschlag bei prekärer Beschäftigung zur Arbeitslosenversicherung für Arbeitgeber und beispielsweise eine Änderung bei der Krankenversicherung für Freiberufler.
22.12.2017
Arbeitsplätze Flughafen der Klüh-Mitarbeiter-innen gesichert

AKTUELL: Arbeitsplätze Flughafen der Klüh-Mitarbeiter-innen gesichert

Die Arbeitsplätze für 70 ehemalige Mitarbieter_innen der Reinigungsfirma Klüh am Flughafen sind gesichert. Das teilte soeben die Gewerkschaft IG Bau und der DGB Düsseldorf mit.
14.06.2017
Grand Départ : 3. Rheinbahnbus und Sponsorengelder

Grand Départ: 3. Tour-Bus der Rheinbahn - Einnahmen steigen auf über 7,9 Millionen

Jetzt wurde der nun 3. Rheinbahn-Bus zum Start der Tour de France von Oberbürgermeister Thomas Geisel und Rheinbahn-Vorstandssprecher Michael Clausecker sowie den neuen Unterstützern präsentiert. Auch dieses Mal haben sich Premium-Sponsoren mit einem Werk von Andreas Gursky und Team Düsseldorf 2017-Partner einen Platz auf einem Bus gesichert. Zusätzlich überreichte Oberbürgermeister Thomas Geisel jedem Unterstützer sein individualisiertes und gerahmtes Radtrikot.
01.06.2017
Sonntagsöffnungen: Verwaltungsgericht sagt Nein

Sonntagsöffnungen Teil 3: Verwaltungsgericht sagt Nein – Kommentar und Bericht

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die Sonntagsöffnung in Bilk / Unterbilk am 11. Juni untersagt. Damit hat die Gewerkschaft Verdi sich mit der dritte Klag gegen Sonntagsöffnungen durchgesetzt. NDOZ veröffentlicht die Meldungen des Verwaltungsgerichts und Verdi und kommentiert.
18.02.2018
Der Kaufmann von Venedig, Premiere im D´Haus

Über marodierende Netz-Kommentare, Hass und Ausgrenzung: „Der Kaufmann von Venedig“ im Schauspielhaus

Wenn eine Gruppe Männer hasserfüllt „Jude“ brüllt, hallt das in Deutschland doppelt nach. Im „Kaufmann von Venedig“ Shakespeares, der am Samstag Premiere im D´Haus feierte, bringt die Inszenierung aber nicht nur ein Beispiel für Antisemitismus auf die Bühne. Es ist die „Leitkultur“ der Christen im Drama und „der Jude“, die uns zum Nachdenken zwingen über Hass, das Verharren in den eigenen Vorurteilen, über den verlorenen Respekt vor dem Anderen und dem Anderssein, vor marodierenden Kommentaren im Netz und hochmütigem beharren auf einem „Besser-Sein“. Und gar nicht nebenbei wird auch klar: es geht um globalisierten Handel, um Geld, um Kapital. Schließlich geht es ja um einen „Kaufmann“ im reichen, internationalen Venedig.
02.02.2018
„Düsseldorf first“ – Bürgerbühne des Schauspielhauses

Wie bringt man Stadtpolitik interessant auf die Bühne? Genau so! „Düsseldorf first“ der Bürgerbühne

Was manche Politiker nicht schaffen, ist der Bürgerbühne gelungen. Ein Stück von und mit Bürgern, aufgebaut wie eine Rats- oder Bezirksvertretungssitzung, „Düsseldorf first“ bringt Themen der Kommunalpolitik, aber auch die Einstellungen der Laien-Darsteller zur Stadtpolitik auf die Bühne. Grüne, SPD-Genossen, FDP-Mitglieder und ein CDU-Mitglied bringen zu Tagesordnungspunkten (TOP) Chaos oder Reden auf die Bühne, ebenso ein Anarchist und eine Sozialarbeiterin. Vorweg gesagt: Sie hatte die meisten Sympathien im Publikum. Denn die Zuschauer dürfen zu ganz vielen Fragen auch abstimmen.
23.01.2018
„Konsens“ – Premiere im Schauspielhaus

„#meetoo“, seelische Kälte und die Unfähigkeit zu kommunizieren: „Konsens“ Premiere im D´Haus

Konsens oder eben nicht, Kommunikation als Verständigung oder eben nicht: Autorin Nina Raine hat Gerichtsprozesse in England besucht und sich die Argumentationen der Anwälte in Vergewaltigungsprozessen ebenso wie der eingeschüchterten weiblichen Opfer genau angesehen. Da steht noch heute die Alltagssprache der Opfer und Zeugen gegen mehr oder weniger geschliffene juristische Formulierungen der Anwälte – mit Betonung auf juristisch. In „Konsens“ sind die Anwälte selbstgefällig, blasiert, doch das ist nur ein Aspekt der deutschsprachigen Uraufführung von Nina Raines „Konsens“ am Schauspielhaus.