À table mit Alex – Ideen & Genuss durch die Saison | Mit Bärlauch? Rezepte und Tipps für die grüne Wunderpflanze

Der Frühling ist da – und mit ihm der Bärlauch!

Von Alexandra Scholz-Marcovich |

Frühlingszeit ist Bärlauchzeit! Bärlauchblüten im Garten / Foto: Alexandra Scholz-Marcovich, NDOZ
Frühlingszeit ist Bärlauchzeit! Bärlauchblüten im Garten / Foto: Alexandra Scholz-Marcovich, NDOZ

Frühlingszeit ist Bärlauchzeit! Bärlauchblüten im Garten / Foto: Alexandra Scholz-Marcovich, NDOZ

Der Frühling ist zurück – und mit ihm der Duft nach frischem Grün, Sonnenlicht und... Bärlauch! In Düsseldorfs Wäldern breitet sich derzeit ein würziges Aroma aus: Bärlauchzeit! Diese Wildpflanze mit feinem Knoblauchgeschmack gehört zu den ersten saisonalen Highlights – und sie steckt voller Vitamine. Besonders roh genossen ist sie reich an Vitamin C und bringt frische Schärfe auf den Teller. Beim ersten Bärlauchduft im Wald weiß ich: Jetzt beginnt meine liebste Küchenzeit. Deshalb teile ich heute mein Frühlingsrezept mit euch – eine feine Bärlauchblütenbutter, zart und überraschend aromatisch.

Was ist eigentlich Bärlauch – und wie erkennt man ihn?

Bärlauch (Allium ursinum), auch Waldknoblauch genannt, wächst in feuchten, schattigen Laubwäldern – z. B. im Aaper Wald oder im Grafenberger Wald. Er bildet dort oft ganze grüne Teppiche mit weißen Blüten.

Die Pflanze sieht dem Maiglöckchen zum Verwechseln ähnlich – was gefährlich sein kann, denn Maiglöckchen sind giftig. Wichtig: Immer die Blätter einzeln pflücken und zwischen den Fingern zerreiben – nur Bärlauch verströmt dabei den typischen Knoblauchduft.

Die Saison ist kurz – meist von Anfang April bis Mitte Mai. Bitte nur in kleinen Mengen pflücken, um die Bestände zu schonen. Wer Bärlauch über den persönlichen Tagesbedarf in hohen Mengen aus dem Wald holt, macht sich übrigens auch strafbar. Das Sammeln in Naturschutzgebieten ist verboten.

Wild oder aus dem Garten? Bärlauch selber anbauen

Wer nicht im Wald sammeln möchte, kann Bärlauch auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon anbauen. Er liebt schattige, feuchte Plätze und breitet sich gerne aus. Ob als Bodendecker oder im Topf – mit etwas Geduld wird er jedes Jahr wiederkommen.

Bärlauch in der Küche: roh oder gekocht

Bärlauch ist vielseitig:

  • Roh behält er seine intensive Würze – ideal für Pesto, Butter oder auf dem Brot.
  • Gekocht wird er milder, ähnlich wie Spinat. Man kann ihn in Suppen, Risottos oder Omelettes verwenden.

Auch die Knospen und Blüten sind essbar und machen sich hervorragend als Deko – oder in einer feinen Butter.

Meine Frühlingsidee: Bärlauchblütenbutter

Die zarten weißen Blüten des Bärlauchs sind ein Geheimtipp. Sie schmecken milder als die Blätter, sehen wunderschön aus und bringen Frühling aufs Brot.

Zutaten:
  • 250 g weiche Butter
  • 1 Handvoll (80 g) frischer Bärlauchblüten (gewaschen und trockengetupft)
  • Fleur de Sel (zwei Prisen) oder grobes Meersalz nach Geschmack
Zubereitung:
  1. Die Butter weich werden lassen – nicht flüssig, sondern streichzart.
  2. Die Blüten mit einem Messer fein hacken.
  3. Alles zusammen mit dem Salz gut vermengen. In ein Glas oder eine Form füllen.
  4. Im Kühlschrank ziehen lassen oder direkt genießen!
Serviervorschläge:
  • Auf frischem Baguette
  • Zu Kartoffeln oder Spargel
  • Zum Grillen oder auf Pasta
  • Als Dip zu frischen Radieschen und anderen Frühlings-Crudités

Wer möchte, kann die Butter portionsweise einfrieren – perfekt für spontane Frühlingslaune!

Jetzt ist Bärlauchzeit – also ab in den Wald oder Garten!

Ob klassisch im Pesto, kreativ als Blütenbutter oder einfach aufs Brot: Bärlauch ist ein echter Frühlingsheld. Die Natur schenkt uns diese aromatische Pflanze nur für kurze Zeit – also genießt sie in vollen Zügen.

Tipp: Kombiniert euer Kocherlebnis mit einem Waldspaziergang und sammelt eure eigenen Zutaten – mit Respekt und Achtsamkeit.

À table mit Alex | Bald gibt’s wieder was Frisches auf dem Teller.
À bientôt et bon appétit !